Das Horus-Spektrometer
Allgemeine Eigenschaften des Spektrometers
Das HORUS-Würfelspektrometer
Das HORUS-Spektrometer zeichnet sich durch den äußerst variablen Aufbau aus.
So können alle acht Ecken und die sechs Flächen mit verschiedenen
Detektortypen besetzt werden. Der minimale Abstand zum Target beträgt dabei
8-15 cm.
Um andere Detektoren (wie MINBALL-Detektoren, EUROBALL-Clusterdetektoren oder
segementierte Detektoren) zu benutzen sind lediglich mechanische Adapter nötig.
Die Winkelangaben finden Sie auf dem HORUS-Papier-Würfel (ps, 15kB). Mehr Bilder des HORUS-Spektrometers finden sich hier.
Die absolute Efficiency des Spektrometers beträgt 1,8% (bei 1332 keV). Damit handelt es sich um eines der leistungsstärksten Gammaspektrometer an einer europäischen Universität.
Der β-Schieber
β-Schieber ein- bzw. ausgefahren
Um Neutronenschäden (durch schnelle Neutronen, die bei Kernreaktionen entstehen) in den Detektoren zu vermeiden, verfügt das HORUS-Spektrometer über den sogenannten β-Schieber.
Dieser ermöglicht es, das Target während des Beschusses mit den Projektilionen aus der eigentlichen Targetposition zu entfernen und nach erfolgter Aktivierung wieder in die Targetkammer (im Zentrum des Spektrometers) zu befördern. Dies führt einerseits zu weniger Neutronenschäden, da die Kernreaktionen in größerem Abstand zu den Detektoren stattfinden, andererseits zu einer größeren β-Zerfalls Statistik, da das Target stärker aktiviert werden kann.
Damit ist es möglich, β-Zerfälle von Isomeren (τ ~ sek) zu spektroskopieren.
Weitere HORUS-Bilder
Historisches...
Neben dem Acronym für High efficiency Observatory for γ-Ray Unique Spectroscopy wurde der Name HORUS für den Nachfolger des OSIRIS-Spektrometers gewählt, da Osiris und Horus in der ägyptischen Mythologie Vater und Sohn sind!
Links und Literatur zum Weiterlesen
- Das
HORUS-Würfelspektrometer und Multiphononanregungen in 106Cd
Andreas Linnemann, Dissertation, Universität zu Köln (2006) - Optimierung des Betaschiebers am Horus-Wüurfelspektrometer
Phillip Knoch, Examensarbeit, Universität zu Köln (2004)
